Magnetresonanztomographie (MRT)

Mit einem starken Magnetfeld und Radiowellen werden Wasserstoffkerne im Körper in Bewegung gebracht. Die Bewegungsänderungen werden in Bilder umgerechnet. Damit können exzellente Weichteildarstellungen erreicht werden. Es kommt keine Röntgenstrahlung zum Einsatz.

Mit diesen hochwertigen Schnittbildern des Körpers, lassen sich besonders gut und genau krankhafte Prozesse an praktisch allen Organen des Körpers abbilden. Dabei können schon frühzeitig Veränderung durch Entzündungen oder Stoffwechselstörungen erfasst werden.

Bei einigen Untersuchungen wird die Aussagekraft durch die Gabe eines paramagnetischen und sehr gut verträglichen Kontrastmittels verbessert. Bei eingeschränkter Nierenfunktion und Allergieneigung muss im Einzelfall über die Kontrastmittelverwendung entschieden werden. Erkrankungen der Schilddrüse stellen keine Einschränkung dar.

Mittels MRT können praktisch alle Organe und Körperregionen untersucht werden (Kopf, Hals, Bauch mit Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Gallenwege, Genitalorgane, Darm, Gelenke, Wirbelsäule, Gefäße, Herz).

Allgemeines

Während der Untersuchung entstehen im Gerät laute Geräusche, deshalb tragen Sie einen Kopfhörer als Gehörschutz.
Die Untersuchung dauert zwischen 10 bis 15 Minuten.

In aller Regel wird bei Untersuchungen des Bauches kein Kontrastmittel mehr getrunken. Lediglich bei einer speziellen Untersuchung des Dünndarmes (MRT-Sellink) trinken Sie über 60 Minuten vor Untersuchungsbeginn eine Flüssigkeit. Nach dieser Untersuchung besteht ein Fahrverbot für ca. 2 Stunden, da Sie ein Medikament bekommen, welches kurzfristig die Darmbewegung hemmt und die Sehtüchtigkeit einschränkt. Lassen Sie sich ggf. von einer Begleitperson abholen.
Auch wenn keine Röntgenstrahlen zum Einsatz kommen, informieren Sie uns vorher, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Eine MRT-Untersuchung ist dann gegebenenfalls nicht möglich.

Laborwerte/Vorbefunde

Laborwerte (Nierenfunktionswerte, Kreatinin, GFR) sind mitzubringen, wenn Sie älter als 60 Jahre sind oder eine Einschränkung der Nierenfunktion bei Ihnen bekannt ist oder Sie an Diabetes leiden.
Bringen Sie unbedint vorhandene Befundberichte, Voraufnahmen (Bilder/CD), Ihren Allergiepass und Ihre Medikamentenliste mit.

Platzangst

Wenn Sie wegen Platzangst Bedenken haben, sprechen Sie uns an. Die Gabe eines leichten Beruhigungsmittels ist in aller Regel ausreichend. Danach besteht allerdings ein Fahrverbot von 24 Stunden, bitte organisieren Sie Ihren Rücktransport.

Fremdkörper:

Kontrollieren Sie bitte, ob sich Ihre Ringe und Piercings entfernen lassen. Sollte dies nicht möglich sein, suchen Sie vorher einen Juwelier oder Tatowier-/Piercingstudio zur Entfernung auf. Tätowierungen sind heute in aller Regel kein Problem mehr.

Falls Sie Fremdkörper im Bereich des Ohres oder des Kopfes tragen, klären Sie im Vorfeld ab, ob diese MRT-tauglich sind. Hier zählt ausschließlich ein Gerätepass oder eine schriftliche Bestätigung eines Arztes. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie uns mit ausreichendem Abstand zum Termin.

Herzschrittmacher sind prinzipiel nicht MRT-tauglich. Eine Ausnahme besteht lediglich, wenn der Schrittmacher vorher von dem Kardiologen deaktiviert wurde.

Gelenkprothesen sind fast immer MRT-tauglich.

Wenn Sie zur Empfängnisverhütung eine sog. Spirale in der Gebärmutter haben, bestand früher die Anweisung die korrekte Lage nach dem MRT bei Ihrem Frauenarzt kontrollieren zu lassen, dies ist heute nicht mehr nötig.

Prinzipiell sind Träger von Herzschrittmachern, Insulin-/Schmerzpumpen, Innenohrimplantate und Clips im Gehirn nicht MRT-fähig.

Einzelne Herzschrittmacher lassen sich vorher vom Kardiologen deaktivieren, sodass eine MRT-Untersuchung möglich ist. Bezüglich aller anderen Implantate ist ohne Ausnahme ein Gerätepass oder die schriftliche Bestätigung eines Arztes zur Bestätigung der MRT-Tauglichkeit erforderlich.

Bis 6 Wochen nach Einsetzen eines künstliche Gelenkes und nach operativer Versorgung von Knochenbrüchen mit Nägeln, Schrauben, Drähten wird üblicherweise keine MRT-Untersuchung durch geführt.

Bei im Körper befindlichen Metallsplittern muss im Einzelfall über die MR-Fähigkeit entschieden werden.

Downloads

MRT Vorbereitung Göttingen
MRT preparation Göttingen
MRT hazırlık Göttingen
MRT Vorbereitung Heiligenstadt
MRT preparation Heiligenstadt
MRT hazırlık Heiligenstadt
MRT Einwilligung
Ablauf der MRT Untersuchung